Die Steuerung der Impulstherme kann laut Hersteller eine Photovoltaik-Anlage, einen Stromspeicher und einen dynamischen Stromtarif einbinden. Sie nimmt bevorzugt Strom auf, wenn eigener Solarstrom übrig ist, und legt Wärme im Thermofluid oder in einem Pufferspeicher auf Vorrat. Im Winter liefert die PV-Anlage weniger – dann ergänzt Strom aus dem Netz, möglichst in Stunden mit niedrigem Tarif.
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Netzabhängigkeit minimieren, Autarkie fördern, handlungsfähig bleiben
Eine Photovoltaik-Anlage liefert vor allem mittags Strom, der Haushalt braucht ihn oft morgens und abends. Was nicht direkt verbraucht wird, fließt ins Netz oder in einen Batteriespeicher. Eine Heizung, die Strom in Wärme umwandelt und diese speichern kann, hält eigenen Strom zusätzlich im Haus. So hängt das Haus weniger am Netz und bleibt bei der Energie handlungsfähig.
Die Impulstherme bringt dafür zwei Dinge mit: einen Wärmespeicher in Form des Thermofluids – laut Hersteller rund 16 Liter – und eine Steuerung, die erkennen kann, wann Solarstrom übrig ist.

PV-Überschuss nutzen
Als PV-Überschuss bezeichnet man den Teil des Solarstroms, der gerade nicht im Haushalt verbraucht wird. Damit die Impulstherme ihn nutzen kann, braucht ihre Steuerung eine Information darüber, wie viel Strom gerade erzeugt und verbraucht wird – etwa vom Wechselrichter, von einem Energiemanagement-System oder von einem Zähler am Hausanschluss. Wie die Anbindung im Einzelfall aussieht, klärt der Fachbetrieb.
Ist genug Überschuss da, schaltet die Steuerung in die Betriebsart „Speicher laden“: Das Gerät erzeugt Wärme auf Vorrat. Laut Hersteller nimmt die Impulstherme dabei maximal 9,2 kW auf. Wie viel Solarstrom so zu Wärme wird, hängt von der Größe der PV-Anlage, vom Wetter und vom übrigen Verbrauch im Haus ab.
Wärme speichern: Thermofluid und Pufferspeicher
Rund 16 Liter Thermofluid sind ein kleiner Speicher, der kurze Zeiträume überbrückt. Wer Sonnenstrom vom Mittag für den Abend oder die Nacht nutzen will, braucht mehr Speichervolumen. Dafür lässt sich laut Hersteller ein vorhandener Pufferspeicher einbinden, oder der Fachbetrieb plant einen neuen ein.
Auch der Warmwasserspeicher ist ein guter Wärmespeicher: Wasser, das mittags mit Solarstrom erwärmt wurde, steht abends zum Duschen bereit.
Batteriespeicher
Viele PV-Anlagen haben einen Batteriespeicher, und laut Hersteller kann die Impulstherme auch einen Stromspeicher einbinden. In der Praxis geht es dann um Prioritäten: Soll der Überschuss zuerst die Batterie füllen und danach die Heizung versorgen – oder umgekehrt? Und darf die Heizung abends aus der Batterie heizen, oder bleibt deren Strom für Licht, Kochen und Geräte reserviert?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Ein typischer Batteriespeicher fasst deutlich weniger Energie, als ein Haus an einem kalten Wintertag an Wärme braucht. Die Reihenfolge legen Fachbetrieb und Hausbesitzer gemeinsam fest.
Dynamischer Stromtarif
Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Tarif im Tagesverlauf, meist stündlich, je nach Lage am Strommarkt. Niedrig ist er oft dann, wenn viel Wind- und Solarstrom im Netz ist. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem, auch Smart Meter genannt.
Die Steuerung der Impulstherme kann laut Hersteller einen solchen Tarif berücksichtigen. Sie verlegt die Stromaufnahme dann möglichst in Stunden mit niedrigem Tarif und lädt in dieser Zeit die Speicher. Das funktioniert umso besser, je mehr Speichervolumen vorhanden ist.
Was im Jahresverlauf realistisch ist
Das Angebot der Sonne und der Wärmebedarf eines Hauses verlaufen gegenläufig: Im Sommer gibt es viel Solarstrom, aber kaum Heizbedarf; im Winter ist es umgekehrt.
| Jahreszeit | Solarstrom | Wärmebedarf | Was die Steuerung typischerweise tut |
|---|---|---|---|
| Sommer | hoch | fast nur Warmwasser | Warmwasser weitgehend mit Solarstrom bereiten |
| Frühling und Herbst | mittel | mittel | Überschuss am Tag als Wärme speichern, den Rest aus dem Netz |
| Winter | gering | hoch | Strom überwiegend aus dem Netz, mit dynamischem Tarif in passenden Stunden |
Die Photovoltaik-Anlage macht die Impulstherme also nicht zur reinen Solarheizung. Sie kann aber übers Jahr einen Teil des Stromverbrauchs mit eigenem Strom decken – wie groß dieser Teil ist, hängt von Anlagengröße, Speicher, Ausrichtung und Wärmebedarf ab.
Steuerung und Einstellungen
Laut Hersteller lässt sich die Impulstherme über ein Touchdisplay am Gerät und per App bedienen; der Fachbetrieb kann per Fernwartung unterstützen. Für das Zusammenspiel mit PV, Batterie und Tarif sind bei der Einrichtung typischerweise diese Fragen zu klären:
- Ab welchem Überschuss soll die Impulstherme Strom aufnehmen?
- Welche Rolle spielt der Batteriespeicher?
- Bis zu welcher Temperatur werden Pufferspeicher und Warmwasser auf Vorrat geladen?
Wie die Impulstherme technisch arbeitet, steht unter Funktionsweise. Wer zusätzlich eine Gasheizung behält, findet die Aufgabenteilung unter Gasheizung ergänzen.
Häufige Fragen
Kann die Impulstherme nur mit Solarstrom heizen?
Im Winter reicht Solarstrom dafür in der Regel nicht. Die Steuerung nutzt PV-Überschuss bevorzugt; der übrige Strom kommt aus dem Netz oder aus einem Stromspeicher.
Brauche ich eine PV-Anlage für die Impulstherme?
Nein. Die Impulstherme arbeitet auch ohne PV-Anlage. Mit einer PV-Anlage kann sie aber einen Teil ihres Stromverbrauchs mit eigenem Strom decken.
Was ist ein dynamischer Stromtarif?
Ein Stromtarif, der sich im Tagesverlauf nach dem Strommarkt ändert, meist stündlich. Die Steuerung der Impulstherme kann laut Hersteller die Stromaufnahme in Stunden mit niedrigem Tarif verlegen. Nötig ist ein intelligentes Messsystem.