Die Impulstherme wird an einer tragfähigen Wand im Technikraum montiert, an die vorhandenen Heizkreise angeschlossen und mit 400 V Drehstrom versorgt; in der Regel ist sie an einem Tag fertig eingebaut. Den Stromanschluss setzt ein Elektro-Fachbetrieb, die Abnahme übernimmt ein Heizungsfachbetrieb. Ob eine Anmeldung beim Netzbetreiber nötig ist, klärt der Fachbetrieb.
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Vor dem Einbau: die Prüfung vor Ort
Bevor ein Gerät bestellt wird, schaut sich ein Fachbetrieb das Haus an. Dabei geht es um diese Fragen:
- Heizsystem: Gibt es wassergeführte Heizkreise? In welchem Zustand sind Leitungen, Pumpen und Heizkörper?
- Heizlast: Wie viel Wärme braucht das Haus? Reicht ein Gerät, oder ist eine Kaskade nötig?
- Aufstellort: Wo ist Platz an einer tragfähigen Wand, und wie kommen die Leitungen dorthin?
- Elektrik: Gibt es Drehstrom? Passen Zählerschrank und Hausanschluss?
- Einbindung: Sollen PV-Anlage, Batteriespeicher, Pufferspeicher oder eine vorhandene Gasheizung eingebunden werden?
Aus den Antworten ergibt sich die Planung. Erst wenn alle Punkte geklärt sind, wird ein Termin für den Einbau vereinbart.
Platzbedarf
Laut Hersteller misst die Impulstherme 780 × 846 × 355 mm und wiegt rund 90 kg. Sie wird an der Wand montiert, typischerweise im Heizungs- oder Technikraum, im Keller oder im Hauswirtschaftsraum. Wichtig sind:
- eine Wand, die das Gewicht sicher trägt,
- genug Platz um das Gerät herum für Anschlüsse und spätere Wartung,
- ein frostfreier, trockener Raum,
- möglichst kurze Wege zu Heizkreisen und Zählerschrank.
Kommen ein Pufferspeicher oder ein neuer Warmwasserspeicher hinzu, brauchen diese zusätzliche Stellfläche. Ein Außengerät gibt es nicht.
Der Stromanschluss
Die Impulstherme braucht laut Hersteller einen 400-Volt-Drehstromanschluss mit 23 A; die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 9,2 kW. Für diesen Anschluss gilt:
- Nur durch den Elektro-Fachbetrieb. Leitung, Absicherung und Anschluss im Zählerschrank sind Arbeiten für eine Elektrofachkraft.
- Zählerschrank prüfen. In älteren Häusern kann eine Anpassung nötig sein.
- Netzbetreiber. Ob für die Impulstherme eine Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber nötig ist, klärt der Fachbetrieb.
- Mehrere Geräte. Bei einer Kaskade steigt die Anschlussleistung entsprechend.
- Internet. Für App und Fernwartung ist eine Internetverbindung im Technikraum hilfreich; wie das Gerät angebunden wird, klärt der Fachbetrieb.
Der Anschluss an die Heizung
Hydraulisch wird die Impulstherme über Vor- und Rücklauf angeschlossen, laut Hersteller jeweils mit 1 Zoll. Dazu gehören je nach Anlage Absperrungen, Sicherheitseinrichtungen, ein Ausdehnungsgefäß und gegebenenfalls ein Puffer- oder Warmwasserspeicher. Nach dem Anschluss wird die Anlage gespült, mit Heizungswasser befüllt und entlüftet. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper die passende Wassermenge bekommt.
Ablauf eines Einbautags
Die Impulstherme ist in der Regel an einem Tag fertig eingebaut. So kann ein typischer Einbautag aussehen – im Einzelfall kann es abweichen:
- Morgens: Ankunft und VorbereitungDas Team bespricht den Ablauf, schützt Wege und Böden und lässt bei Bedarf Wasser aus dem Heizsystem ab.
- Vormittags: MontageDie Wandhalterung wird gesetzt, das Gerät aufgehängt und ausgerichtet.
- Mittags: HydraulikVor- und Rücklauf werden angeschlossen, Speicher und Sicherheitstechnik eingebunden.
- Nachmittags: ElektrikDer Elektro-Fachbetrieb schließt das Gerät an den Drehstrom an.
- Später Nachmittag: InbetriebnahmeBefüllen, Entlüften, Einstellungen an der Steuerung, Einbindung von PV-Anlage oder Speicher.
- Zum Schluss: EinweisungSie lernen Display und App kennen und erfahren, worauf im Alltag zu achten ist.
Muss vorher eine alte Heizung ausgebaut, ein Zählerschrank erneuert oder ein Heizsystem neu verlegt werden, kommen dafür eigene Arbeitstage hinzu – etwa beim Umstieg von Nachtspeicheröfen.

Wer macht was?
| Aufgabe | Zuständig |
|---|---|
| Prüfung vor Ort, Planung, Heizlast | Heizungsfachbetrieb |
| Montage und hydraulischer Anschluss | Heizungsfachbetrieb |
| Stromanschluss, Absicherung, Zählerschrank | Elektro-Fachbetrieb |
| Anmeldung beim Netzbetreiber, falls nötig | klärt der Fachbetrieb |
| Inbetriebnahme und Abnahme | Heizungsfachbetrieb |
| Einweisung | Fachbetrieb |
| Einstellungen im Alltag | Hausbesitzer, per Display oder App |
Nach dem Einbau
Nach der Abnahme läuft die Anlage im Alltag weitgehend selbstständig. Laut Hersteller lassen sich Einstellungen über das Touchdisplay oder die App vornehmen; der Fachbetrieb kann per Fernwartung Einstellungen prüfen und unterstützen. Laut Hersteller gibt es eine Garantie von bis zu 5 Jahren. Die genauen Bedingungen, auch zu Wartungsintervallen, nennt Ihnen der Fachbetrieb.
Weitere kurze Antworten stehen unter Häufige Fragen, Fachbegriffe erklärt das Lexikon.
Häufige Fragen
Wer schließt die Impulstherme an?
Den Stromanschluss setzt ein Elektro-Fachbetrieb, den hydraulischen Anschluss, die Inbetriebnahme und die Abnahme übernimmt ein Heizungsfachbetrieb.
Muss die Impulstherme beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Das hängt vom Netzbetreiber und von der Anlage ab. Ob eine Anmeldung nötig ist, klärt der Fachbetrieb.
Habe ich während des Einbaus Heizung und Warmwasser?
Während der Arbeiten am Heizsystem sind Heizung und Warmwasser für einige Stunden unterbrochen. Den genauen Zeitplan bespricht der Fachbetrieb vorab mit Ihnen.