Impulstherme

Haus & Eignung

Impulstherme in Denkmal und Fachwerk

Historische Häuser stellen jede Heizung vor besondere Fragen: Was darf an die Fassade, was in die Wand, was in den Garten? Die Impulstherme beantwortet einige davon – andere bleiben Sache der Denkmalbehörde.

Stand: · Lesezeit ca. 3 Min. · Technische Angaben laut Hersteller

Kurz gesagt

Die Impulstherme sitzt komplett im Haus: kein Außengerät an der Fassade, keine Erdbohrung, keine Abgasleitung. Das macht sie für denkmalgeschützte Gebäude und Fachwerkhäuser interessant. Arbeiten in einem Denkmal können trotzdem genehmigungspflichtig sein – das klärt man vorab mit der Denkmalschutzbehörde.

Inhalt dieser Seite
  1. Warum Heizen im Denkmal knifflig ist
  2. Was die Impulstherme hier anders macht
  3. Besonderheiten im Fachwerkhaus
  4. Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde
  5. Grenzen
  6. Häufige Fragen

Warum Heizen im Denkmal knifflig ist

Bei einem Baudenkmal geht es nicht nur um Wärme, sondern um Substanz. Fassade, Dach, Fenster und oft auch das Innere sind geschützt. Außendämmung ist meist ausgeschlossen, Innendämmung nur begrenzt möglich. Das Ergebnis: Viele Denkmäler haben einen vergleichsweise hohen Wärmebedarf und Heizkörper, die mit hohen Vorlauftemperaturen arbeiten.

Gleichzeitig ist der Platz für Technik begrenzt. Ein Außengerät im Vorgarten, ein Lüftungsgitter in der Fassade oder ein neuer Schornsteinkopf verändern das Erscheinungsbild – und genau das soll beim Denkmal vermieden werden.

Was die Impulstherme hier anders macht

  • Kein Außengerät. Nichts steht vor dem Haus, nichts hängt an der Fassade.
  • Keine Bohrung. Anders als bei Erdwärme bleibt der Garten unangetastet – wichtig auch dort, wo im Boden historische Spuren liegen können.
  • Kein Abgas. Die Impulstherme verbrennt nichts und braucht deshalb keinen Schornstein und keine Abgasleitung.
  • Vorhandene Heizkreise. Sind Heizkörper und Leitungen schon da, werden sie weitergenutzt. Neue Leitungswege durch historische Wände entfallen dann weitgehend.
  • Kompakt im Technikraum. Laut Hersteller 780 × 846 × 355 mm – das passt oft in einen Keller- oder Nebenraum.

Laut Hersteller ist die Impulstherme ausdrücklich auch für denkmalgeschützte Gebäude vorgesehen.

Kompaktes dunkles Heizgerät an einer Betonwand im Technikraum, darunter zwei Kupferleitungen für Vor- und Rücklauf
Kompakt an der Wand: Die Impulstherme sitzt im Technikraum, die Heizungsleitungen führen von unten ins Gerät. (Symbolbild)

Besonderheiten im Fachwerkhaus

Fachwerkhäuser bestehen aus einem Holzgerüst, dessen Felder mit Lehm, Ziegeln oder anderen Materialien ausgefüllt sind. Für eine Heizung ergeben sich daraus eigene Fragen:

  • Tragfähigkeit der Wand. Das Gerät wiegt laut Hersteller rund 90 kg. Nicht jede Fachwerk- oder Lehmwand kann diese Last sicher aufnehmen. Der Fachbetrieb prüft, ob eine massive Wand zur Verfügung steht oder wie das Gerät anders sicher befestigt werden kann.
  • Feuchte. Holz und Lehm reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit. Eine gleichmäßige Beheizung kann helfen, Tauwasser in kühlen Ecken zu vermeiden. Die Heizung allein ersetzt aber keine bauphysikalische Beratung.
  • Leitungsführung. Wo neue Leitungen nötig sind, sollten sie so verlegt werden, dass Balken und Gefache nicht geschwächt werden.

Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde

In einem eingetragenen Baudenkmal sind viele Veränderungen genehmigungspflichtig – je nach Bundesland auch Arbeiten im Inneren. Dazu kann der Austausch der Heizung gehören, vor allem wenn neue Leitungen verlegt oder historische Bauteile berührt werden. Zuständig ist meist die untere Denkmalschutzbehörde bei Stadt oder Landkreis.

Ein bewährter Weg:

  1. Den Fachbetrieb das Haus ansehen lassen und klären, welche Arbeiten nötig sind.
  2. Mit diesen Informationen frühzeitig bei der Denkmalschutzbehörde nachfragen.
  3. Erst nach der Abstimmung mit dem Einbau beginnen.

Dass die Impulstherme kein Außengerät hat, macht dieses Gespräch oft einfacher. Eine Genehmigung ersetzt es nicht.

Grenzen

Auch im Denkmal gelten die üblichen Voraussetzungen: Das Haus braucht ein wassergeführtes Heizsystem, einen 400-Volt-Drehstromanschluss und Platz an einer geeigneten Wand. Weil Denkmäler oft einen hohen Wärmebedarf haben, kann eine Kaskade aus mehreren Geräten nötig sein. Wo es bisher nur Kachel- oder Einzelöfen gibt, müssen Heizkörper und Leitungen erst eingebaut werden – was im Denkmal besonders sorgfältig geplant werden muss. Der Stromanschluss ist in historischen Gebäuden zudem häufig nachzurüsten.

Viele Fragen sind dieselben wie in jedem älteren Haus; sie stehen ausführlich unter Impulstherme im Altbau. Was am Einbautag passiert, beschreibt Einbau und Anschluss.

Diese Seite ersetzt keine Heizlastberechnung, keine Prüfung vor Ort durch den Fachbetrieb und keine Auskunft der Denkmalschutzbehörde.

Häufige Fragen

Brauche ich für eine Impulstherme im Denkmal eine Genehmigung?

Das hängt vom Bundesland und vom Umfang der Arbeiten ab. In eingetragenen Baudenkmälern können auch Arbeiten im Inneren genehmigungspflichtig sein. Klären Sie das vor dem Einbau mit der unteren Denkmalschutzbehörde.

Kann die Impulstherme an einer Fachwerkwand hängen?

Das Gerät wiegt laut Hersteller rund 90 kg. Ob eine Fachwerk- oder Lehmwand das trägt oder eine andere Befestigung nötig ist, prüft der Fachbetrieb vor Ort.

Verändert die Impulstherme die Fassade?

Nein. Sie hat kein Außengerät und braucht keine Abgasleitung. Das Gerät hängt im Technikraum im Inneren des Hauses.

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