In der Impulstherme erwärmen vier Heizstäbe ein Thermofluid, das die Wärme zwischenspeichert. Ein Wärmetauscher gibt sie an das Heizungswasser ab, das sie im Haus verteilt. Die Steuerung bestimmt, wann Strom aufgenommen wird – zum Beispiel bevorzugt bei eigenem Solarstrom.
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Der Weg der Wärme im Überblick
Eine Heizung hat immer zwei Aufgaben: Wärme erzeugen und Wärme verteilen. Bei der Impulstherme ist dazwischen ein dritter Schritt eingebaut – das Zwischenspeichern. Daraus ergibt sich eine Kette aus vier Stationen:
- Heizstäbemachen aus Strom Wärme.
- Thermofluidnimmt die Wärme auf und hält sie vor.
- Wärmetauscherüberträgt sie auf das Heizungswasser.
- Heizkreiseverteilen sie im Haus.
Station 1: die Heizstäbe
Am Anfang steht der Strom. Er kommt über einen Drehstromanschluss ins Gerät – laut Hersteller mit 400 V und 23 A, bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 9,2 kW. Drehstrom kennen viele vom Elektroherd: drei Phasen statt einer, damit größere Leistungen sicher übertragen werden können.
Im Gerät sitzen laut Hersteller vier Heizstäbe. Sie funktionieren im Grundsatz wie die Heizstäbe in einem Warmwasserspeicher: Fließt Strom hindurch, werden sie heiß. Anders als dort erhitzen sie aber nicht direkt das Wasser, das später durch die Heizkörper fließt, sondern das Thermofluid.
Station 2: das Thermofluid
Das Thermofluid ist eine Wärmeträgerflüssigkeit in einem eigenen Bereich des Geräts, laut Hersteller rund 16 Liter. Es übernimmt zwei Aufgaben: Es nimmt die Wärme der Heizstäbe auf, und es hält sie eine gewisse Zeit vor. Es bleibt im Gerät und vermischt sich nicht mit dem Heizungswasser.
Dieses Zwischenspeichern ist der Kern des Konzepts: Die Wärme kann erzeugt werden, wenn Strom gut verfügbar ist, und abgegeben werden, wenn das Haus sie braucht.
Rund 16 Liter sind ein vergleichsweise kleiner Speicher. Wer größere Wärmemengen über Stunden auf Vorrat legen will – etwa Solarstrom vom Mittag für den Abend –, bindet zusätzlich einen Pufferspeicher ein. Laut Hersteller lässt sich auch ein vorhandener Pufferspeicher nutzen.
Station 3: der Wärmetauscher
Zwischen Thermofluid und Heizungswasser sitzt ein integrierter Wärmetauscher. Man kann ihn sich als Bauteil mit vielen dünnen Trennwänden vorstellen: Auf der einen Seite liegt das warme Thermofluid, auf der anderen fließt das Heizungswasser. Die Wärme wandert durch die Wände vom wärmeren zum kälteren Medium, die Flüssigkeiten selbst kommen nie in Kontakt.
Der Wärmetauscher ist die Schnittstelle zum Haus. Über ihn ist die Impulstherme mit Vor- und Rücklauf verbunden, laut Hersteller jeweils mit 1 Zoll Anschlussweite. Der Vorlauf bringt das erwärmte Wasser zu den Heizkörpern, der Rücklauf bringt das abgekühlte Wasser zurück.
Station 4: die Heizkreise im Haus
Ab hier arbeitet das Haus so, wie seine Bewohner es kennen. Das Heizungswasser fließt durch die vorhandenen Heizkreise – zu Heizkörpern, zu einer Fußbodenheizung oder zu beiden. Eine Umwälzpumpe hält das Wasser in Bewegung, Thermostatventile regeln die Wärme Raum für Raum.
Auch das Warmwasser hängt an diesem System. Typischerweise wird ein Warmwasserspeicher über das Heizungswasser erwärmt. Welche Lösung im einzelnen Haus sinnvoll ist, legt der Fachbetrieb fest.
Drei Betriebsarten
Die vier Stationen bleiben immer gleich. Was sich ändert, ist der Zeitpunkt: wann die Impulstherme Strom aufnimmt und wohin die Wärme fließt. Laut Hersteller gibt es drei Betriebsarten.
Speicher laden
Die Impulstherme erzeugt Wärme auf Vorrat, auch wenn gerade niemand heizt oder duscht. Sinnvoll ist das, wenn Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt gut verfügbar ist – etwa mittags aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder in Stunden, in denen ein dynamischer Stromtarif niedrig ist. Die Wärme landet im Thermofluid und in einem eingebundenen Pufferspeicher.
Durchlauferhitzer
Die Wärme wird im Moment des Bedarfs erzeugt und sofort an die Heizkreise weitergegeben. Das entspricht dem gewohnten Verhalten einer Gastherme: Fordert das Haus Wärme an, springt das Gerät an.
Hybrid
Im Hybridbetrieb arbeitet die Impulstherme mit einem zweiten Wärmeerzeuger zusammen, zum Beispiel mit einer vorhandenen Gasheizung. Die Steuerung teilt die Arbeit auf. Wie das in der Praxis aussieht, beschreibt die Seite Gasheizung ergänzen.
Die Steuerung
Die Steuerung entscheidet, wann welche Betriebsart läuft. Laut Hersteller gehören dazu:
- ein Touchdisplay am Gerät für Einstellungen und Statusanzeigen,
- eine App für die Bedienung vom Sofa oder von unterwegs,
- Fernwartung, damit der Fachbetrieb Einstellungen prüfen kann, ohne vorbeizukommen,
- ein CAN-Bus, eine robuste Datenverbindung zwischen Steuergeräten, wie sie auch in Fahrzeug- und Industrietechnik verbreitet ist.
Die Steuerung kann laut Hersteller eine Photovoltaik-Anlage, einen Stromspeicher, einen dynamischen Stromtarif und einen vorhandenen Pufferspeicher einbinden. So lässt sich festlegen, dass das Gerät bevorzugt dann Strom aufnimmt, wenn eigener Solarstrom übrig ist. Mehr dazu unter Impulstherme mit Photovoltaik.
Mehrere Geräte: die Kaskade
Ein einzelnes Gerät nimmt laut Hersteller maximal 9,2 kW elektrische Leistung auf. Ist der Wärmebedarf eines Hauses für ein Gerät zu groß, lassen sich laut Hersteller mehrere Impulsthermen koppeln. Sie arbeiten dann als Kaskade: Bei geringem Bedarf läuft ein Gerät, an kalten Tagen kommen weitere hinzu. Wie viele Geräte ein Haus braucht, ergibt sich aus der Heizlastberechnung des Fachbetriebs. Begriffe wie Heizlast oder Vorlauf erklärt das Lexikon.
Häufige Fragen
Was ist das Thermofluid in der Impulstherme?
Eine Wärmeträgerflüssigkeit im Gerät, laut Hersteller rund 16 Liter. Sie nimmt die Wärme der Heizstäbe auf, speichert sie zwischen und gibt sie über den Wärmetauscher an das Heizungswasser ab. Mit dem Heizungswasser vermischt sie sich nicht.
Wird das Heizungswasser direkt von den Heizstäben erwärmt?
Nein. Die Heizstäbe erwärmen das Thermofluid. Erst der Wärmetauscher überträgt die Wärme auf das Heizungswasser, das sie in die Heizkreise bringt.
Kann ich die Impulstherme per App steuern?
Ja. Laut Hersteller gibt es neben dem Touchdisplay am Gerät eine App. Zusätzlich kann der Fachbetrieb per Fernwartung Einstellungen prüfen.