Die Impulstherme ist die Heizzentrale, das Thermofluid ihr Wärmezwischenspeicher und der Wärmetauscher die Übergabe an das Heizungswasser. Heizlast und Vorlauftemperatur entscheiden, wie eine Heizung für ein Haus ausgelegt wird.
Die Begriffe sind alphabetisch sortiert. Technische Angaben zur Impulstherme beruhen auf Herstellerangaben.
B
- Batteriespeicher
- Speichert Strom, meist aus der eigenen Photovoltaik-Anlage, für die spätere Nutzung im Haus. Laut Hersteller kann die Steuerung der Impulstherme einen Stromspeicher einbinden; wie Batterie und Heizung sich den Solarstrom teilen, wird bei der Einrichtung festgelegt.
Impulstherme mit Photovoltaik →
C
- CAN-Bus
- Ein robustes Datenübertragungssystem, über das Steuergeräte miteinander kommunizieren. Es stammt aus der Fahrzeugtechnik und ist heute auch in Heizungs- und Industrietechnik verbreitet. Laut Hersteller verfügt die Steuerung der Impulstherme über einen CAN-Bus.
D
- Drehstrom (400 V)
- Dreiphasiger Wechselstrom, umgangssprachlich auch Starkstrom. Zwischen zwei Phasen liegen 400 Volt an. Größere Verbraucher wie Elektroherd oder Durchlauferhitzer werden damit versorgt. Die Impulstherme braucht laut Hersteller einen 400-V-Drehstromanschluss mit 23 A.
Der Stromanschluss → - Durchlaufbetrieb
- Betriebsart der Impulstherme, die der Hersteller „Durchlauferhitzer“ nennt: Die Wärme wird in dem Moment erzeugt, in dem sie gebraucht wird, und direkt an die Heizkreise abgegeben.
Die drei Betriebsarten → - Dynamischer Stromtarif
- Ein Stromtarif, der sich im Tagesverlauf nach dem Strommarkt ändert, meist stündlich. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Die Steuerung der Impulstherme kann einen solchen Tarif laut Hersteller berücksichtigen und die Stromaufnahme in passende Stunden verlegen.
Mehr zum dynamischen Tarif →
F
- Fernwartung
- Zugriff des Fachbetriebs auf die Steuerung einer Heizung über das Internet, um Einstellungen zu prüfen oder Störungen einzugrenzen, ohne vor Ort sein zu müssen. Laut Hersteller ist die Impulstherme dafür vorbereitet.
H
- Heizkreis
- Ein geschlossener Wasserkreislauf, der Wärme vom Wärmeerzeuger zu Heizkörpern oder Fußbodenheizung bringt und abgekühltes Wasser zurückführt. Viele Häuser haben mehrere Heizkreise, etwa für Heizkörper und für die Fußbodenheizung. Die Impulstherme gibt ihre Wärme an die vorhandenen Heizkreise ab.
Station 4: die Heizkreise → - Heizlast
- Die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Gebäude an einem sehr kalten Tag braucht, um alle Räume warm zu halten. Sie wird nach DIN EN 12831 berechnet und ist die Grundlage jeder Heizungsauslegung – auch für die Frage, ob eine oder mehrere Impulsthermen nötig sind.
Heizlast im Altbau → - Heizstab
- Ein elektrisches Heizelement, das sich erwärmt, wenn Strom hindurchfließt. In der Impulstherme erwärmen laut Hersteller vier Heizstäbe das Thermofluid.
Station 1: die Heizstäbe → - Hybridbetrieb
- Betrieb einer Heizungsanlage mit zwei verschiedenen Wärmeerzeugern, etwa einer Impulstherme und einer Gasheizung. Eine Steuerung entscheidet, welches Gerät wann heizt.
Gasheizung ergänzen → - Hydraulischer Abgleich
- Einstellung einer Heizungsanlage, bei der jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er für seinen Raum braucht. Ohne Abgleich werden manche Räume zu warm und andere nicht warm genug.
I
- Impulstherme
- Eine Impulstherme ist eine elektrische Heizzentrale für Heizung und Warmwasser, die Strom über Heizstäbe in Wärme umwandelt, diese in einem Thermofluid zwischenspeichert und über einen Wärmetauscher an die vorhandenen, wassergeführten Heizkreise abgibt – kompakt an der Wand und ohne Außengerät.
Was ist eine Impulstherme? → - Intelligentes Messsystem
- Ein digitaler Stromzähler mit Kommunikationseinheit, auch Smart Meter genannt. Er erfasst den Verbrauch zeitgenau und übermittelt die Werte sicher. Er ist Voraussetzung für dynamische Stromtarife.
J
- Jahresarbeitszahl (JAZ)
- Kennzahl für Wärmepumpen: das Verhältnis der über ein Jahr erzeugten Wärme zum dafür eingesetzten Strom. Sie wird im laufenden Betrieb gemessen und hängt stark von Haus, Vorlauftemperatur und Wärmequelle ab.
Impulstherme oder Wärmepumpe →
K
- Kaskade
- Kopplung mehrerer gleichartiger Wärmeerzeuger zu einer Anlage. Bei geringem Bedarf arbeitet ein Gerät, bei höherem Bedarf kommen weitere hinzu. Laut Hersteller lassen sich mehrere Impulsthermen kaskadieren, etwa für große Häuser.
Mehrere Geräte: die Kaskade → - Kilowatt und Kilowattstunde
- Kilowatt (kW) ist eine Leistung, also wie viel Energie pro Zeit fließt. Kilowattstunde (kWh) ist eine Energiemenge: 1 kW über eine Stunde ergibt 1 kWh. Heizlast und Leistungsaufnahme werden in kW angegeben, Wärme und Strom übers Jahr in kWh.
L
- Leistungsaufnahme
- Die elektrische Leistung, die ein Gerät aus dem Netz bezieht. Bei der Impulstherme beträgt sie laut Hersteller maximal 9,2 kW.
N
- Nachtspeicherheizung
- Elektrische Einzelraumheizung mit einem Speicherkern aus Steinen, der zu bestimmten Zeiten aufgeladen wird und die Wärme über Stunden an den Raum abgibt. Sie arbeitet ohne Heizungswasser; für den Umstieg auf eine Impulstherme werden Heizkörper und Leitungen eingebaut.
Nachtspeicher ersetzen → - Netzbetreiber
- Das Unternehmen, das das örtliche Stromnetz betreibt – nicht zu verwechseln mit dem Stromlieferanten. Größere elektrische Verbraucher müssen dem Netzbetreiber unter Umständen gemeldet werden; ob das für eine Impulstherme nötig ist, klärt der Fachbetrieb.
Wer macht was beim Einbau? →
P
- Pufferspeicher
- Ein gedämmter Wassertank, der Heizungswärme speichert. Er trennt Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch zeitlich, etwa um Solarstrom vom Mittag abends als Wärme zu nutzen. Laut Hersteller lässt sich ein vorhandener Pufferspeicher in die Impulstherme einbinden.
Wärme speichern → - PV-Überschuss
- Der Teil des Solarstroms einer Photovoltaik-Anlage, der gerade nicht im Haushalt verbraucht wird. Die Steuerung der Impulstherme kann ihn bevorzugt in Wärme umwandeln.
PV-Überschuss nutzen →
S
- Speicherbetrieb
- Betriebsart „Speicher laden“: Die Impulstherme erzeugt Wärme auf Vorrat und lädt Thermofluid und eingebundene Speicher – zum Beispiel bei PV-Überschuss.
Die drei Betriebsarten →
T
- Thermofluid
- Wärmeträgerflüssigkeit in der Impulstherme, laut Hersteller rund 16 Liter. Sie nimmt die Wärme der Heizstäbe auf, speichert sie zwischen und gibt sie über den Wärmetauscher an das Heizungswasser ab, ohne sich mit ihm zu vermischen.
Station 2: das Thermofluid →
V
- Vorlauf und Rücklauf
- Der Vorlauf führt erwärmtes Heizungswasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern, der Rücklauf bringt das abgekühlte Wasser zurück. Die Impulstherme hat laut Hersteller Anschlüsse für Vor- und Rücklauf mit je 1 Zoll.
- Vorlauftemperatur
- Die Temperatur des Heizungswassers im Vorlauf. Ältere Häuser mit kleinen Heizkörpern brauchen oft höhere Vorlauftemperaturen als Neubauten mit Fußbodenheizung. Für Wärmepumpen ist eine niedrige Vorlauftemperatur besonders wichtig.
Heizkörper und Vorlauftemperatur →
W
- Wärmebedarf
- Die Wärmemenge in kWh, die ein Haus in einem Jahr für Heizung und Warmwasser braucht. Er bestimmt, wie viel Energie eine Heizung übers Jahr aufnehmen muss.
- Wärmepumpe
- Heizung, die mit einem Kältekreis Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzt und mit Strom auf Heiztemperatur bringt. Luft-Wasser-Wärmepumpen brauchen ein Außengerät. Die Impulstherme ist keine Wärmepumpe.
Impulstherme oder Wärmepumpe → - Wärmetauscher
- Bauteil, das Wärme von einem Medium auf ein anderes überträgt, ohne dass sich beide vermischen. In der Impulstherme überträgt der integrierte Wärmetauscher die Wärme vom Thermofluid auf das Heizungswasser.
Station 3: der Wärmetauscher →